Dr. Heinrich Reinke-Dieker

    — Klärungen und Lösungen

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Unser Problem sind Veränderungen!

    • „Warum geht es mit unserem Projekt nicht voran?“
    • „Was sind die ursächlichen Hintergründe?“
    • „Wo könnte ein Ausweg liegen?“

So oder ähnlich lauten die Fragen, die den Anstoß für eine systematische Problemanalyse geben. Denn obwohl wir in einer Welt leben, die ständig Veränderungen notwendig macht,  stellen wir gleichzeitig fest, dass unsere Gefühle nicht so recht mitmachen.

Jede Veränderung ist immerhin auch ein sicherer Verlust. Wir  verdrängen beunruhigende Tatsachen so lange wie möglich und vermeiden Hintergrundanalysen, die möglicherweise jemanden bloß stellen würden. Unter Handlungsdruck bevorzugen wir schon bekannte Lösungen, zumeist als ein „Mehr-Des-Selben“. Im Vordergrund steht damit die Reparatur eines Systems und der Erhalt des Bisherigen. Und da es schnell gehen soll, unterbleibt dann auch noch ein kritisches Hinterfragen der ersten vielversprechenden Lösungsidee.

Eine jeweils angemessene Lösungsfindung steht im Gegensatz zu Aktionismus und Wunschdenken. Sie schließt eine rückwärtsgewandte Ursachenbestimmung und eine Folgenabschätzung der Lösungsideen ein, wobei vor allem die längerfristigen Wirkungen und Nebenwirkungen im System abgeschätzt werden.

Problemlösungen sollten Veränderungen ermöglichen, die auf Jahre hin Gültigkeit bieten. Aktionismus und Reparaturdienstverhalten ist fast immer Illusion. Die angemessene Problemaufarbeitung sollte daher:

    • tabulos alle Sachseiten sichten
    • methodisch vorgehen, ohne Abkürzungen
    • alternative Lösungen entwickeln
    • mögliche Auswirkungen abschätzen
    • ohne Schuldvorwürfen auskommen

Zur Methode:

Tatsächlich geht es nicht ohne Beteiligung der Akteure im Problemsystem. Denn die eigentlichen Gründe für das Übergehen einer Problementwicklung sind in der Regel Kommunikationsstörungen. Und dieses Verdrängen und Leugnen versperrt den Zugang zu einem tieferen Verständnis von Zusammenhängen und Hintergründen. Das entscheidende Wissen liegt daher bei den Menschen, auch wenn sie sich dessen (noch) nicht bewusst sind. Die Aufarbeitung der Zusammenhänge und Hintergründe braucht daher spezielle Methoden, die ein Umdenken erleichtern. Sehr bewährt haben sich dabei Frageformen und Methoden der Systemberatung, mit denen Sichtweisen verändert und emotionale Blockaden aufgelöst werden.